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Venenerkrankung

Krampfadern und Besenreiser

Beim Auftreten von Krampfadern (erweiterte oder krankhaft veränderte oberflächliche Venen) oder Besenreisern (kleinste, venöse Erweiterungen, die sich ohne wirksame Gegenmaßnahmen zu ausgeprägten Krampfadern verschlimmern können). Neben genetischen und altersbedingten Gründen sind Krampfadern vor allem eine Folge von Bewegungsarmut und den zunehmenden sitzenden Tätigkeiten.

Korrekturmaßnahmen:

Je nach individuellen Gegebenheiten und basierend auf einer sorgfältigen Erstuntersuchung wird Ihnen Ihr Arzt eine der folgenden Behandlungsformen empfehlen: Schaumverödung, Laser, operativ.

Durchführung:

  • Schaumverödung: Dabei wird in die Krampfader ein Verödungsmittel gespritzt, welches rasch und zuverlässig zu einem Verkleben der Venenwände führt. Im Verlauf weniger Monate baut der Körper diese verschlossenen Venen ab, bis sie schließlich verschwinden.
  • Operativ: Zumeist kommt dabei die in örtlicher Betäubung und ambulant durchführbare Häkchenmethode zur Anwendung. Dabei werden über winzige, kaum sichtbare Schnitte mittels eines speziellen Häkchens die Krampfadern herausgezogen. Im Allgemeinen sind diese Schnitte so klein, dass eine Hautnaht entfallen kann und sie ohne Narbenbildung selbst verheilen. Erweiterte große Stammvenenabschnitte werden durch sog. "Stripping" entfernt, alternativ mit dem Laser operiert.
  • Laseroperation: Über eine kleine Kanüle wird in die Vene eine Laserglasfaser eingeführt. Dieser „Lichtleiter” wird schrittweise langsam zurückgezogen und gibt dabei alle 1–2 Sekunden einen Laserimpuls ab. Durch die kurzzeitige Hitzeeinwirkung wird die Vene gewissermaßen verschweißt und ist dauerhaft verschlossen.

Arterielle Durchblutungsstörungen und Carotischirurgie

Die Arteriosklerose gehört zu den führenden Krankheits- und Todesursachen. Sie ist Wegbereiter für den Schlaganfall, den Herzinfarkt, die Bauchaortenerweiterung und das arterielle Verschlussleiden.
Rund 90 Prozent der Durchblutungsstörungen entstehen auf dem Boden der Arteriosklerose. Die Erkrankung der arteriellen Gefäßwand führt zu zwei entgegengesetzten Veränderungen:
Meist führt sie zur Verengung bzw. zum Verschluss, viel seltener führt sie zur Ausweitung. Verengungen oder Verschlüsse äußern sich durch Minderdurchblutung der dahinter liegenden Körperabschnitte. Der Patient klagt zum Beispiel über Gehbeschwerden (Schaufensterkrankheit) oder erleidet einen Schlaganfall. Die Ausweitung dagegen bedroht den Patienten durch Perforation (Blutung).
Eine mögliche Komplikation ist der thrombotische Verschluss, wiederum gefolgt von Minderdurchblutung und die Embolie, d.h. das Verschleppen von Blutgerinnseln, wenn aus der geschwürig aufgebrochenen Gefäßwand Partikel fortgerissen werden. Auch wenn die Arteriosklerose - wie etwa bei der Einengung der Halsschlagader - nur ganz lokal zu sein scheint, muss man sich immer wieder klarmachen, dass es sich hier um eine generalisierte Gefäßerkrankung handelt.

Korrekturmaßnahmen:

Die rechtzeitige Untersuchung ist dabei mitentscheidend für den Langzeitverlauf der Durchblutungsstörung. Die Grunderkrankung, die Arteriosklerose, besteht weiter fort und verstärkt sich sogar, wenn nicht Risikofaktoren ausgeschaltet werden.

Durchführung:

Alle Arterien des Patienten sind mit mehr oder weniger starker Ausprägung davon betroffen. Die Gefäßchirurgie kann immer nur versuchen, die klinisch bedeutsamsten Arterienveränderungen zu beheben.
Mittels Ultraschall und Angiographie werden die betroffenen Gefäßabschnitte untersucht und das richtige Behandlungsverfahren ausgewählt. In bestimmten Fällen ist eine alleinige röntgengezielte Aufdehnung und Einbringen einer Gefäßstütze (Stent) das Verfahren der Wahl. Durch Bypassoperationen können verschlossene Gefäßabschnitte überbrückt werden. Die verengte Halsschlagader wird direkt an der Verengung eröffnet,„ausgeputzt” und wieder verschlossen. In vielen Fällen ist aber eine alleinige medikamentöse Behandlung unter regelmäßigen Kontrollen ausreichend.

 

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