
Unter einer Phlebitis versteht man eine Venenentzündung. Das Gefäß und die Umgebung schmerzen, sind gerötet, geschwollen und überwärmt. Bei oberflächlichen Venen ist die Diagnose leicht zu stellen. Bei tiefen Venenentzündungen ist die Diagnose auch mit dem Ultraschall kaum zu erfassen. Es ist bis heute unklar, was die Ursache der Phlebitis ist. Ob es sich um eingedrungene Keime, eine Autoimmunentzündung oder eher eine mechanische entzündliche Reizung handelt.
Symptome:
Entzündungen der oberflächlichen Venen sind als schmerzhafte, hochrote und erwärmte Stränge sicht- und fühlbar. Oft besteht auch eine Schwellung. Da eine Phlebitis häufig eine Thrombose als Komplikation nach sich zieht, muss bei diesen Zeichen sofort ein Arzt zu Rate gezogen werden. Eine gefürchtete Spätkomplikation der Thrombosen stellt das venöse Ulcus cruris dar.
Auftreten:
Der Begriff Ulcus cruris (lat. Ulcus "Geschwür" und crus "Schenkel, Unterschenkel"; auch Ulkus cruris) bezeichnet in der Medizin einen Substanzdefekt im Gewebe des distalen Unterschenkelbereiches, der typischerweise als offene, meistens nässende Wunde, die über lange Zeit nicht abheilt, imponiert. Diese Erkrankung ist bereits sehr früh beschrieben worden. Umgangssprachlich wird das Ulcus cruris auch als "offenes Bein" bezeichnet.
Behandlung:
Die Behandlung orientiert sich an den Ursachen. Diese zu beseitigen ist oft schwierig. In erster Linie sind daher grundsätzlich Allgemeinmaßnahmen insbesondere zur Reduzierung von Risikofaktoren wie Verringerung von Übergewicht, optimale Einstellung eines eventuell bestehenden Diabetes mellitus oder eines erhöhten Blutdruckes hilfreich.
Die Lokalbehandlung eines Ulcus cruris läuft nach dem Grundsatz ab, dass das Ulcus erst zur reinigen ist, dann die Ausbildung von Granulationsgewebe und dann die zur Heilung führende Epithelialisierung gefördert werden. Währenddessen muss das Ödem insbesondere im Bereich des Wundgrundes minimiert werden, da es die zur Heilung notwendige Mikrozirkulation empfindlich beeinträchtigt.[6]
Beim Ulcus cruris venosum zielt die Therapie zudem vorrangig auf eine Verbesserung des venösen Rückflusses. Besondere Bedeutung kommt hier der Kompressionstherapie zu. Zur Verbesserung der venösen Funktion wird auch eine Sklerosierungsbehandlung eingesetzt. Bei Verbänden ist darauf zu achten, dass der sogenannte "Ruhedruck" gering ist, jedoch die Schwellung trotzdem deutlich reduziert wird (Arbeitsdruck). Bei von Hand gewickelten Verbänden sind daher Kurzzug-Kompressionsbinden Langzug-Kompressionsbinden vorzuziehen.